zutritt auf eigene gefahr
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speisung der schwangeren
von howl am 28.12.2011 16:42
zu j.j.s geburtstag am 26. hatte ich mir ueberlegt, bei ihm zu hause ein opulentes abendessen mit allem schnick und schnack fuer seine engsten freunde zu veranstalten. konkret hiess das prinzessin billie mit mann und kind und moritz eventuell mit freund. ueberschaubar, sollte man meinen.
billie hatte sich von vorn herein angeboten, beim kochen, einkaufen, spuelen oder was sonst so anfiele zu helfen und kam gegen mittag vorbei, als j.j. noch bei seinen eltern in muttihausen weilte, um dort geburtstagsgeschenke und –kuesse einzusacken.
ich hatte mir ueberlegt sowas wie ein buffet zu machen mit kalten und warmen sachen, darunter kimbab (koreanisches sushi quasi), satés, eine chinesisch anmutende suppe, ein fleischgericht sowie reis und krupuk als beilagen. ausserdem hatte ich den rest meines famosen sauerbratens mitgebracht, den ich j.j. unbedingt zeigen wollte.
mit billie zusammen zu arbeiten lief erstaunlich gut, auch wenn sie das, was ich fabrizierte, mit einer mischung aus neugier und misstrauen betrachtete.
„was ist DAS denn?“ fragte sie, als ich den „mu“ fuer die kimbabroellchen in lange streifen schnitt.
„mu“, sagte ich.
„muh?“
„eigentlich dangmuji“, erklaerte ich, „aber die koreaner sagen auch einfach mu dazu.“
„ja und was IST das?“
ich gab ihr ein stueck zum probieren.
„senfgurke“, entschied billie und ergaenzte dann zufrieden, „senfgurke heisst auf koreanisch mu.“
da ich keinen grund sah, ihre polyglotten ambitionen zu boykottieren, beliess ich es dabei. ich hoffe nur, dass sie nie in die verlegenheit kommt, in seoul senfgurken kaufen zu muessen.
auch das stueck sauerbraten, das ich mitgebracht hatte, erregte billies interesse und sie fragte mich unglaeubig:
„du hast fuer dich allein sauerbraten gekocht? das ist nicht dein ernst, oder?“
„doch, mir war danach.“
„dir war nach sauerbraten kochen?“
„nein, mir war nach sauerbraten ESSEN.“
nachdem sie auch davon probiert hatte, machte billie den vorschlag, man koennte kleine stuecke des bratens auch fuer innovatives sushi verwenden, was ich fuer eine hervorragende idee hielt. wir probierten es aus und stellten fest, dass die kombination sauerbraten, gewuerzter reis und sojasosse absolut fantastisch schmeckt. das rezept ist zwar aufwaendig (wenn man das gewurschtel bedenkt, das anfaellt, bevor man erstmal den sauerbraten hat, den man dann weiter verwendet), aber es ist wirklich mal was anderes. wir fabrizierten also eine groessere menge sauerbraten-nigiri, zusaetzlich zu dem uebrigen kram.
als wir mit allem fertig waren und uns in der mit gefuellten tabletts und tellern vollgestellten kueche umsahen, fragten wir uns offenbar jeder fuer sich, wer zur hoelle das eigentlich alles essen sollte und ich fasste es zusammen mit „weiah!“
gegen 16:30 uhr kam endlich das geburtstagskind gut gelaunt, schwer bepackt und trotz bekochen durch daheimgebliebene muetterlein schon wieder hungrig.
„whaaaaaaaaaaaaaaaaaaa“, machte j.j. als er das inzwischen im wohnzimmer (mit in weiser vorraussicht von billie mitgebrachten kuehl akkus versehene (sie ist wirklich unbezahlbar!)) aufgebaute buffet sah und fragte: „darf ich schon probieren, darf ich, darf ich, darf ich???“
woraufhin billie ihm gnaedig gestattete sich ein paar haeppchen zu nehmen.
das sauerbraten-nigiri kam bei j.j. ebenso gut an wie bei billie und mir. allerdings erhob billie ihren eigenanteil an der herstellung stark uebertreibend (wie ich fand) anspruch auf das lob. aber ich wollte nicht kleinlich sein.
gegen sechs trudelten auch die uebrigen gaeste ein, die billie, die auf einem „sektempfang“ bestanden hatte, an der tuer bereits mit glaesern belaestigte. madita, ihre kleine tochter, wurde allerdings mit apfelsaft abgespeist.
zu unser aller (ausser j.j.s) ueberraschung erschien moritz mit einer jungen hoch schwangeren dame im schlepptau, die keiner von uns kannte und die er uns mit:
„das ist maria, eine freundin“, vorstellte.
ich konnte in billies gesicht eine ganze reihe sich aufstauender fragen im zusammenhang mit moritz’ sexueller orientierung und der frage nach seiner beziehung zu der dame und zu deren zustand sehen, die sie sich nicht zu stellen traute. nachdem ich blickkontakt hergestellt hatte schnitt sie eine fratze, die wohl in etwa:
„ich WEISS SCHON, was sich gehoert“ bedeutete.
madita beschaeftigte allerdings noch etwas ganz anderes und im gegensatz zu ihrer mutter hatte sie keine skrupel nachzufragen:
„bekommst du einen jungen?“
was maria erstaunt bejahte und madita nicht zu ueberraschen schien.
„heisst der dann auch jesus?“ fragte die kleine offenbar immer noch weihnachtlich verstrahlt weiter.
maria lachte und meinte dann, der name gefiele ihr nicht so und ich war ganz froh, dass sich niemand nach den genauen umstaenden der empfaengnis erkundigte.
da nicht nur maria derzeit guter hoffnung ist sondern auch billie, loeste sich das problem des kulinarischen ueberangebots im uebrigen von selbst, denn die beiden damen schlugen herzhaft zu, so dass die reste am ende locker in den kuehlschrank gingen und gerade mal fuer ein weiteres abendessen fuer j.j. und mich reichten.
billie hatte sich von vorn herein angeboten, beim kochen, einkaufen, spuelen oder was sonst so anfiele zu helfen und kam gegen mittag vorbei, als j.j. noch bei seinen eltern in muttihausen weilte, um dort geburtstagsgeschenke und –kuesse einzusacken.
ich hatte mir ueberlegt sowas wie ein buffet zu machen mit kalten und warmen sachen, darunter kimbab (koreanisches sushi quasi), satés, eine chinesisch anmutende suppe, ein fleischgericht sowie reis und krupuk als beilagen. ausserdem hatte ich den rest meines famosen sauerbratens mitgebracht, den ich j.j. unbedingt zeigen wollte.
mit billie zusammen zu arbeiten lief erstaunlich gut, auch wenn sie das, was ich fabrizierte, mit einer mischung aus neugier und misstrauen betrachtete.
„was ist DAS denn?“ fragte sie, als ich den „mu“ fuer die kimbabroellchen in lange streifen schnitt.
„mu“, sagte ich.
„muh?“
„eigentlich dangmuji“, erklaerte ich, „aber die koreaner sagen auch einfach mu dazu.“
„ja und was IST das?“
ich gab ihr ein stueck zum probieren.
„senfgurke“, entschied billie und ergaenzte dann zufrieden, „senfgurke heisst auf koreanisch mu.“
da ich keinen grund sah, ihre polyglotten ambitionen zu boykottieren, beliess ich es dabei. ich hoffe nur, dass sie nie in die verlegenheit kommt, in seoul senfgurken kaufen zu muessen.
auch das stueck sauerbraten, das ich mitgebracht hatte, erregte billies interesse und sie fragte mich unglaeubig:
„du hast fuer dich allein sauerbraten gekocht? das ist nicht dein ernst, oder?“
„doch, mir war danach.“
„dir war nach sauerbraten kochen?“
„nein, mir war nach sauerbraten ESSEN.“
nachdem sie auch davon probiert hatte, machte billie den vorschlag, man koennte kleine stuecke des bratens auch fuer innovatives sushi verwenden, was ich fuer eine hervorragende idee hielt. wir probierten es aus und stellten fest, dass die kombination sauerbraten, gewuerzter reis und sojasosse absolut fantastisch schmeckt. das rezept ist zwar aufwaendig (wenn man das gewurschtel bedenkt, das anfaellt, bevor man erstmal den sauerbraten hat, den man dann weiter verwendet), aber es ist wirklich mal was anderes. wir fabrizierten also eine groessere menge sauerbraten-nigiri, zusaetzlich zu dem uebrigen kram.
als wir mit allem fertig waren und uns in der mit gefuellten tabletts und tellern vollgestellten kueche umsahen, fragten wir uns offenbar jeder fuer sich, wer zur hoelle das eigentlich alles essen sollte und ich fasste es zusammen mit „weiah!“
gegen 16:30 uhr kam endlich das geburtstagskind gut gelaunt, schwer bepackt und trotz bekochen durch daheimgebliebene muetterlein schon wieder hungrig.
„whaaaaaaaaaaaaaaaaaaa“, machte j.j. als er das inzwischen im wohnzimmer (mit in weiser vorraussicht von billie mitgebrachten kuehl akkus versehene (sie ist wirklich unbezahlbar!)) aufgebaute buffet sah und fragte: „darf ich schon probieren, darf ich, darf ich, darf ich???“
woraufhin billie ihm gnaedig gestattete sich ein paar haeppchen zu nehmen.
das sauerbraten-nigiri kam bei j.j. ebenso gut an wie bei billie und mir. allerdings erhob billie ihren eigenanteil an der herstellung stark uebertreibend (wie ich fand) anspruch auf das lob. aber ich wollte nicht kleinlich sein.
gegen sechs trudelten auch die uebrigen gaeste ein, die billie, die auf einem „sektempfang“ bestanden hatte, an der tuer bereits mit glaesern belaestigte. madita, ihre kleine tochter, wurde allerdings mit apfelsaft abgespeist.
zu unser aller (ausser j.j.s) ueberraschung erschien moritz mit einer jungen hoch schwangeren dame im schlepptau, die keiner von uns kannte und die er uns mit:
„das ist maria, eine freundin“, vorstellte.
ich konnte in billies gesicht eine ganze reihe sich aufstauender fragen im zusammenhang mit moritz’ sexueller orientierung und der frage nach seiner beziehung zu der dame und zu deren zustand sehen, die sie sich nicht zu stellen traute. nachdem ich blickkontakt hergestellt hatte schnitt sie eine fratze, die wohl in etwa:
„ich WEISS SCHON, was sich gehoert“ bedeutete.
madita beschaeftigte allerdings noch etwas ganz anderes und im gegensatz zu ihrer mutter hatte sie keine skrupel nachzufragen:
„bekommst du einen jungen?“
was maria erstaunt bejahte und madita nicht zu ueberraschen schien.
„heisst der dann auch jesus?“ fragte die kleine offenbar immer noch weihnachtlich verstrahlt weiter.
maria lachte und meinte dann, der name gefiele ihr nicht so und ich war ganz froh, dass sich niemand nach den genauen umstaenden der empfaengnis erkundigte.
da nicht nur maria derzeit guter hoffnung ist sondern auch billie, loeste sich das problem des kulinarischen ueberangebots im uebrigen von selbst, denn die beiden damen schlugen herzhaft zu, so dass die reste am ende locker in den kuehlschrank gingen und gerade mal fuer ein weiteres abendessen fuer j.j. und mich reichten.
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RE: speisung der schwangeren
von Engel ohne Flügel am 28.12.2011 18:16
..das hört sich nach einem sehr erfolgreichen und schönen abend an :))
RE: speisung der schwangeren
von Esidm am 30.12.2011 20:16
Kinder sind unbezahlbar ;P
2 Antworten • Seite 1 von 1
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