Startseite Tagebücher/Blogs howls Tagebuch ... meanwhile back at the office

 
zutritt auf eigene gefahr

 

... meanwhile back at the office

permanenter Link von howl am 28.11.2011 13:39

heute frueh hab' ich mich trotz anhaltender kopfschmerzen ins buero geschleppt. zum einen, weil ich nicht sicher war, dass hanni da sein wuerde, die gestern erst von einer dienstreise zurueck gekommen ist, zum anderen, weil frau matuschinski, die gute putzseele sonst bloss die tuer von aussen haette scheuern koennen.

mittlerweile sind hanni und sogar el cheffo, mit dem ich heute gar nicht gerechnet hatte, hier und frau m. ist bereits durchs gesamte buero gewirbelt und auf dem heimweg. eigentlich koennte ich gehen. aber jetzt geht's mir schon etwas besser, da kann ich auch gleich hier bleiben und ein gutes gewissen haben, woll?

el cheffo hat von der messe in schweden wieder reiche beute mitgebracht. darunter jede menge neue wanddeko, kleidsame polo-shirts (-.-) und andere wegwerfel. seine erste tat war entsprechend, die neuesten plakate und banner, sowie werbesegel (die eigentlich fuer draussen-im-wind-stehen gedacht sind, aber bei uns wird ja ALLET an die wand genagelt), dekorativ an den inzwischen stark verknappten freien stellen im buero anzubringen. eines tages faellt uns die bruchbude hier auf den kopf, weil die pappwaende das geruempel nicht mehr tragen koennen.

ausserdem hatte el cheffo auch noch einen ganzen sack voller fotos dabei, die ihm einer der vizepraesidenten bei der aufsichtsratssitzung in berlin feierlich ueberreicht hatte und die einen haufen alter saecke, die groesstenteils inzwischen das zeitliche gesegnet haben, bei geselligen zusammenkuenften zeigt, meistens angeduselt in die linse prostend oder in erzwungener orgelpfeifenaufstellung, mehr nach wichtigkeit als nach groesse sortiert.

dammals, woll? dammals war ja allet viiiiiel besser. man wuenschte, man haette dammals schon fuer die pommesbude hier gearbeitet und mit all den alten saecken einen gehoben.
da gab' es auch noch richtige papierfotos, die man noch vernuenftig mit pattex in alben kleistern konnte, anstatt die wie heute digital auf dem server zu verstecken, wo kein chef sie jemals wieder finden kann.
und dammals haben wir im herbst noch blaetter gepresst und preise fuer kollagen gekriegt, deren originale im besprechungszimmer mittlerweile von der wand broeseln.

IMMER bin ich zu spaet dran.